TaeKwon-Do


TaeKwon-Do ist eine koreanische Kampfkunst, deren Ursprünge mehr als 2000 Jahre zurückliegen. Die Techniken und Bewegungsmuster wurden bis heute unter Beibehaltung der alten Traditionen stets weiterentwickelt.

Traditionelles TaeKwon-Do wird im Gegensatz zu seinen modernen und wettkampforientierten Vertretern ohne direkten Körperkontakt ausgeübt.

Ziel ist es, durch Bewegung den Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Ein Mensch, der Körper und Geist beherrscht, ist zu höchster Leistung fähig, begegnet Ängsten mit Selbstvertrauen und meistert die Hürden des täglichen Lebens mit innerer Ruhe und Ausgeglichenheit.

 

Tae steht für die zahlreichen Fußtechniken, deren Schnelligkeit und Wirksamkeit seinesgleichen sucht.

 

Kwon übersetzt bedeutet Faust und beinhaltet alle Handtechniken.

 

Do lässt sich nicht einfach übersetzen. Es steht für die geistige Entwicklung und den Weg, der beschritten wird, um das Ziel der Einheit von Körper und Geist zu erreichen.

 

Traditionelles TaeKwon-Do besteht im Wesentlichen aus den drei Hauptdisziplinen Formenlauf, Bruchtest und Freikampf. Zusätzlich sind Gymnastik und Selbstverteidigung feste Trainingsbestandteile.

Form – Hyong


Hyongs sind vorgeschriebene Bewegungsabläufe kombinierter Abwehr- und Angriffstechniken gegen imaginäre Gegner. Im Traditionellen TaeKwon-Do existieren 20 verschiedene Hyongs, wobei jede einzelne Hyong einen Bezug zur Geschichte Koreas darstellt, die sich symbolisch in den festgelegten Bewegungsmustern widerspiegelt.

Bruchtest – Kyek-Pa


Der Bruchtest dient als Gradmesser für die geistige Entwicklung. Im Training nicht speziell geübt, ist er dennoch fester Bestandteil jeder Gürtelprüfung. Nur wenn sich Körper und Geist im Einklang befinden ist man in der Lage, die Materie zu besiegen.

Freikampf


Der Freikampf ist die unmittelbare Konfrontation mit einem Gegner. Wie bei allen Übungen im Traditionellen TaeKwon-Do gibt es auch beim Freikampf keinen Körperkontakt. Alle Bewegungen müssen punktgenau ausgeführt und unmittelbar vor dem Partner gestoppt werden. Der Sinn und Zweck dieser Übung liegt in der geistigen Auseinandersetzung zweier Individuen, die sich gegenseitig aufbauen und nicht zerstören.

Der Freikampf stellt höchste Ansprüche an alle Aktiven. Körperkontrolle sowie Reaktionsfähigkeit müssen entsprechend geschult sein, sodass es nur fortgeschrittenen Schülern erlaubt ist Freikampf zu praktizieren.